Samstag, 14. Dezember 2013

Welcome to my personal Winterwonderland


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In meiner Vorstellung sitze ich vor dem Kamin im Wohnzimmer, habe kuschelige Kleidung an, neben mir eine dampfende Tasse Tee oder heiße Schokolade mit Marshmallows.
Draußen hat es frostige Minustemperaturen, die Welt ist mit einer dicken Schneeschicht bedeckt, während es langsam zu dämmern anfängt, fallen leise die Schneeflöckchen auf die Erde.

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Nur leider fühle ich mich im Moment wie Erich Kästner, als er das fliegende Klassenzimmer geschrieben hat. Mittlerweile haben wir hier frühlingshafte 7 Grad und der Schnee, der die Straßen, Bäume und Häuser in weißen Puderzucker gehüllt hat ist so schnell über Nacht weg geschmolzen, dass man gar nicht dazu kam, es lange zu betrauern.

Es mutet schon komisch an, dass alles hier wieder ohne Schnee ist, während ich doch seit meinem ersten Tag hier, auf den Schnee gewartet habe. Wenn man an Schweden denkt, denkt man doch auch an Eis und Schnee, an Tage an denen es nicht wirklich Tag wird im Winter und an Nächte, die nie wirklich dunkel werden im Sommer. Auch wenn das vor allem auf Nordschweden zutrifft, wo im Moment nur etwa zwei Stunden Tag ist, auch hier in Stockholm geht die Sonne weit nach 8 Uhr erst auf und vor drei schon wieder unter. An Tagen an denen die Sonne nicht zu sehen ist, kommt es einem vor, als ob es nie richtig Tag werden würde.

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Am letzten Freitag ging es mir so, dass ich um 15:30 draußen war und dann erst wieder um 19:00. Während nachmittags die Wege nur spärlich mit Schnee bedeckt waren, brachte der Sturm eine weiße Pracht zum Abend.
Der Schnee jedoch machte sogar die Nacht taghell, und das wurde noch verstärkt durch die Reflektion der Weihnachtsbeleuchtungen. Es gibt nichts schöneres, als einen Spaziergang in frisch gefallenem Schnee zu machen. Das Knirschen des Schnees unter den Stiefeln, den Schneeflöckchen, die immer noch vom Himmel tanzen zuzusehen, wie sie sich auf die verschneiten Äste setzen, ja dann hat man das Gefühl, man stünde in der Mitte einer großen Schneekugel, bei der der Schnee gerade aufgewirbelt wurde.

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Der Schnee macht unsere laute Welt leiser, verbirgt so vieles unter sich. Man hat das Gefühl, die Erde würde sich langsamer drehen.
Er verziert Früchte, Häuser und Bäume mit einer weißen Haube, lässt alles so viel ruhiger erscheinen.
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1 Kommentar:

  1. Deine Fotos sind so toll!, Franziska! Noch kein Schnee in Sicht hier! Lass es Dir gutgehen!

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